Träger- und Förderverein Henri-Goldstein-Haus Quickborn e.V.
25451 Quickborn
Der Bewerber
Wir sind eine NS-Gedenkstätte und außerschulischer Lernort am Himmelmoor in Quickborn (https://www.henri-goldstein-haus.de), ehrenamtlich betrieben. Das nach einem der Gefangenen benannte Henri-Goldstein-Haus, das 1936 auf dem Betriebsgelände des damaligen Torfwerks gebaut wurde, konnte in diesem Sommer mit Fördergeldern saniert werden. Hier lebten während der NS-Zeit von Ende 1942 bis zur Befreiung am 4. Mai 1945 über 50 jüdische französisch-sprechende Kriegsgefangene überwiegend aus dem Elsass, die unter sehr schwierigen Lebensbedingungen Torf im Himmelmoor stechen mussten. Ein Historiker arbeitet derzeit die Geschichte des Torfabbaus im Himmelmoor auf. Der gewerbliche Torfabbau ab 1871 wurde fast durchweg mit Zwangsarbeitern (Straf- und Kriegsgefangenen) durchgeführt. Der Verein führt jährlich Veranstaltungen zum 9. November durch, um die Reichsprogromnacht 1938 zu erinnern. Er beschäftigt zwei studierte Fachkräfte mit gedenkstätten-pädagogischer Ausbildung und Erfahrung, die mit Schulklassen Workshops durchführen, um sie über die NS-Ideologie und Anwendung der Genfer Konventionen durch die deutsche Wehrmacht bei den verschiedenen Gruppen von Kriegsgefangenen zu unterrichten und den Ort, wo sie lebten und arbeiteten den Schülern zeigen und erläutern. Anhand von Biographien einzelner Kriegsgefangener wird den Schülern das Leben der ehemaligen Soldaten und was die Gefangenschaft für sie bedeutete, näher gebracht.
Das Projekt
Durch den Kontakt zu den Schulen wurde der Verein von Lehrkräften des Elsensee-Gymnasiums in Quickborn angesprochen, ob wir bei einer Fahrt nach Auschwitz im kommenden Jahr unterstützen können. Eine unserer Guides wird die Fahrt begleiten und im Vorfeld Workshops mit den Schülern durchführen. Derzeit bemühen wir uns um Fördergelder zur Deckung der Reisekosten und des geplanten 4-tägigen Aufenthalts vor Ort. Eine finanzielle Unterstützung dieses Projekts durch Sie würde uns dabei sehr helfen.
